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Im Prinzip des des Dialogs - 2008  

19.09. - 31.10.2008

VGH-galerie Hannover
www.vgh.de

Wir leben alle in einer Welt. Wenn es irgendwo Krieg gibt, hat das nicht nur Einfluss auf die Menschen dort, sei es im Nahen Osten oder im Kaukasus.  Es kann und wird viele Teile der Welt betreffen. Deshalb brauchen wir den kulturellen Dialog. Im Reden und Zuhören lernt man die Vorstellungen und Meinungen des anderen kennen. Man lernt, den anderen zu verstehen.  Erst dann kann man kommunizieren und Lösungen für ein friedliches Zusammenleben finden. 
Allein im 19. Und 20. Jahrhundert haben die Deutschen und Franzosen viermal gegeneinander Krieg geführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Gründerväter Europas den Grundstein für die Einigung Europas gelegt. Heute sind im Europäischen Parlament direkt gewählte Abgeordnete aus 27 Mitgliedstaaten vertreten. Nach der Überwindung des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa sind zehn Länder aus Mitteleuropa der Europäischen Union beigetreten und wir sind heute in Frieden und Freiheit geeint. Wenn Menschen sich verstehen und respektieren, können sie in Frieden zusammenleben.
Vor zwei  Jahren habe ich diese Überzeugung vor 24 jungen Menschen aus Israel, der Westbank und Deutschland geäußert. Sie nahmen an einem Projekt teil, das der Künstler Herbert W.H. Hundrich konzipierte und zusammen mit dem Bildungswerk Hannover der Konrad-Adenauer-Stiftung verwirklichte. Aus den Trümmern der Arbeiten jedes Einzelnen bauten die Teilnehmer gemeinsam ein Haus. Am Anfang hatten sich die Jugendlichen misstrauisch beäugt, am Ende schieden sie unter Tränen. Ein Teilnehmer sagte: „Es gibt keine größere  Kunst als ein Haus, in dem Platz für Israelis und Palästinenser, für Juden, Christen und Muslime ist.“ Wie mir berichtet wird, halten die Teilnehmer heute noch Kontakt. Nachhaltiger lässt sich ein kultureller Dialog nicht führen.
Dieser Dialog ist nicht aus dem Nichts entstanden. In der VGH galerie besteht die Gelegenheit, zu sehen, wie Herbert W.H. Hundrich aus seinem künstlerischen Schaffen heraus das „Prinzip des Dialogs“ entwickelt und in kulturpolitische Projekte umgesetzt hat. Diese Ausstellung zeigt, das Kunstwerke nicht nur als Malerei und als Skulpturen die Welt bereichern, sondern auch als soziale Projekte. Sie schlagen Brücken in die Zukunft.

 

Hans-Gert Pöttering
Präsident des Europäischen Parlaments

 

Katalog

Vorwort: Dr. Robert Pohlhausen
Vorsitzender des Vorstandes der VGH Versicherungen

Grusswort: Hans-Gert Pöttering
Präsident des Europäischen Parlamentes

Michael Stoeber
Kalokagathia
Download >

Martin Breuninger
Über die Freiheit der Entscheidung
Download >

 

die Eröffnung

die Ausstellung

die Arbeiten

 
 
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